13.März 2020 - 30.April 2020

das erste mal ZUM ZWEITEN MAL. 20 Jahre Ausstellungshalle

Ausstellung

Der 1953 gegründete Kunstverein zeigte seine Ausstellungen ab 1958 in einem kleinen Fachwerkhaus am Marktplatz und bezog vor 20 Jahren sein heutiges Domizil mit 525 m² Ausstellungsfläche. Im Jubiläumsjahr wird eine Auswahl von 10 KünstlerInnen, die im Jahr 2000 als Studierende der Kunsthochschule Kassel das neue Gebäude „das erste mal“ bespielt hatten, eingeladen, aktuelle Arbeiten zu zeigen bzw. als Musikerin bei der Eröffnung aufzutreten:

Stephanie Bachmann / Sofia Greff / Simone Häckel / Yuki Jungesblut / Kirsten Kötter / Katrin Leitner /  Michaela Meise / Milen Miltchev / Tim Otto Roth / Catrine Val

Einladungskarte daserstemalZUMZWEITENMAL

ACHTUNG!

Wegen des Corona-Virus ist der Kunstverein bis auf weiteres geschlossen.

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf unserer Website.

 

Diese Angebote im Rahmen der Ausstellung müssen wir leider absagen:

Jeden Samstag um 16 Uhr:  öffentliche Führungen mit Saskia Schäfer

Montag, 23.3.2020, 16 – 18.30 Uhr: Kunst im Dialog. Gegenwartskunst im Unterricht. Fortbildungsveranstaltung des Staatlichen Schulamts

Einladung – Kunst im Dialog IX- 2020-03-23

Donnerstag, 2.4.2020, ab 18 Uhr: Zeichnen am Abend

Donnerstag, 30.4.2020, um 18 Uhr: Finissage

 

Die Ausstellung “das erste mal ZUM ZWEITEN MAL”:

Stephanie Bachmann (geb. 1970 in Essen, Studium Russisch und Deutsch in Bochum und Marburg, Freie Kunst und Kunstpädagogik in St. Petersburg und Kassel, lebt in Marburg)

Diversity – welcome? BeFREMDen & AnverWANDELn. Eine didaktische Installation. Prozesse von Verstehen und Vermitteln, Verführen und Vorführen auf analogen und digitalen Wegen – didaktische Installationen als mögliche Form an der Kreuzung und Schnittstelle künstlerischer Herangehensweise und pädagogischen Zugangs. Die Verselbstständigung der Gedanken in Ausdrucksformen. Das Fremde im Eigenen wahrnehmen. Befremden, Entfremden, Verfremden. Formulieren, Äußern, in den Raum Stellen. In dem Vielklang von Stimmen Lücken bestehen zu lassen, die sich in hellen Momenten mit Neuem füllen. Entfaltung von Raum im Unbenannten, Sinnhaftes in dem Zwiespalt vermeintlicher Klarheiten. Wahr-nehmen, ver-stehen, an-eignen, an-verwandeln.

 

 

 

Sofia Greff (geb. 1975 in Karlsburg/Rumänien, Studium der interdisziplinären Kunst in Kassel, Frankfurt und Devon/GB, lebt in Buchen)

Für diese Ausstellung geht die Zeichnerin und Performancekünstlerin auf die Suche nach weiteren Jubilaren in der Stadt: Welche Einrichtung, Institution, Verein oder Person machte im Jahr 2000 ebenso etwas zum ersten Mal (so wie die erste Ausstellung damals hieß)? Ihre feinen, linearen und kleinformatigen Zeichnungen bilden ein Konvolut aus individuellen Erinnerungen – sichtbar gemachte Parallelität – und generieren damit neue Bezüge und Zusammenhänge.

www.sofiagreff.com

 

    

 

Simone Häckel (Studium Freie Kunst in Kassel und Experimentelle Mediengestaltung in Berlin, lebt in Berlin)

Seit 2002 arbeitet Simone Häckel vorwiegend mit dem Medium Video. Ihr Interesse gilt Orten, Menschen und den Handlungen jenseits des Sichtbaren. Sie setzt sich mit Sehnsüchten von Menschen und ihrem Menschsein jenseits ihrer Physis auseinander und stellt mit dokumentarischen Mitteln Topographien von Wunsch- und Wirklichkeitserleben von Kindern und Erwachsenen dar.

www.simonehaeckel.de

 

 

 

Yuki Jungesblut (geb. 1974 in Hamburg, Studium Natural Sciences in Cambridge, Social Psychology in London, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie sowie Visuelle Kommunikation in Kassel, lebt in Berlin)

Yuki Jungesbluts künstlerische Praxis basiert auf Exploration, Recherche und Beobachtung und umfasst verschiedene Medien wie Fotografie, Video, Installation, Objekte, Zeichnung, sowie Sprache und performative Elemente. Sie bewegt sich in dem Spannungsfeld von Medienreflexion, Raumerkundung, Modellkonstruktionen und Alltagsbezug und artikuliert in ihren Arbeiten eine poetische und verschrobene Sicht der Dinge. In der Ausstellung zeigt sie ihr multimediales Projekt “The Park”, das sich medienreflexiv auf Antonionis Film “Blow Up” von 1966 bezieht.

www.yukijungesblut.net

 

 

 

Kirsten Kötter (Studium Kunstgeschichte in Frankfurt und Kunst in Mainz, Kassel und Frankfurt, lebt in Wiesbaden

WARUM SIND AMAZON UND DIE SIEDLUNG DER … SO NAH IN BAD HERSFELD? WHY ARE APPLE AND THE HOUSING ESTATES OF … SO CLOSE TO EACH OTHER IN CORK, HOLLYHILL? Warum wohnen Menschen in einer Siedlung direkt neben Amazon und der Autobahn in Bad Hersfeld? Warum galoppieren Pferde direkt neben der Europa-Zentrale von Apple Computers in Cork? Die Installation von Kirsten Kötter erzählt zwei parallele Geschichten von Tradition, Globalisierung, Ausgrenzung und Digitalisierung in Deutschland und Irland.

www.kirstenkoetter.de

 

 

 

Katrin Leitner (geb. 1974 in Nürnberg, Studium Bildende Kunst und Visuelle Kommunikation in Kassel, lebt in Kassel)

„Post-Futuristic-Archeologys“: Wir befragen und informieren die Welt, die uns umgibt, ständig, immer, seit Jahrtausenden, seit Menschengedenken. Wir informieren nachkommende Generationen über unsere Lebensweise, unsere Wahrnehmung von Welt, unseren kompletten humanoiden Zustand des Daseins. Ständig stoßen wir auf Fragmente vergangener Zivilisationen und untergegangener Hochkulturen. Wir erforschen diese kulturellen Ablagerungen, diese kodierten Fundstücke, oftmals in Form von keramischen Fundstücken.

www.katrinleitner.com

 

   

 

Michaela Meise (geb. 1976 in Hanau, Studium Bildende Kunst in Kassel und Frankfurt, lebt in Berlin)

Seit 2011 ist Michaela Meise als Sängerin mit Akkordeon erfolgreich unterwegs und veröffentlichte 2018 ihr zweites Album „Ich bin Griechin“. Am Eröffnungsabend im Marburger Kunstverein hätte sie ein Konzert gegeben und zeigt künstlerische Arbeiten im Foyer. Materielle, körperliche und geistige Zustände sind das Thema ihrer Collagen. Die aus Baumwolltuch geschnittenen Silhouetten von Menschen wirken scheinbar unbeschwert und erhalten durch das fast völlige Fehlen von Mimik etwas Überindividuelles.

www.michaelameise.de

 

 

 

Milen Miltchev (geb. 1973 in Ruse/Bulgarien, Studium Bildende Kunst in Sofia/Bulgarien und Kassel, lebt in Mönchengladbach)

Das intuitive Wahrnehmen einer Lichtquelle (lat. lux – natürliches Licht; lumen – künstliches Licht, fons – Quelle), ihrer Wirkung auf Raum, Zeit und Atmosphäre, ist die Treibkraft einer Übersetzung dieser in ein Bildmedium. Im Augenblick einer Fotografie, in den überlagerten Malschichten wird die stete Veränderung einer vertrauten Welt gefasst und gleichsam in eine Stille des Optisch-Materiellen gerückt.

www.galerieloehrl.de

   

 

 

 

Tim Otto Roth (geb. 1974, Studium Bildende Kunst und visuelle Kommunikation in Kassel, Promotion in Köln, lebt in Köln und Oppenau)

Die Beschäftigung mit dem Raum zieht sich wie ein roter Faden durch das Oeuvre des Konzeptkünstlers, Komponisten und Schattenforschers Tim Otto Roth. Gänzlich mathematisch formalisiert treffen Eros und Raum im pixelsex-Zyklus aufeinander. Ähnlich einer La-Ola-Welle reagieren dort die einzelnen Akteure auf die Zustände ihrer Nachbarn: In der lüsterartigen Klangskulptur aura calculata (2017) webt sich ein mikrotonaler Klangteppich. Eine Nachbarschaftsregel liegt auch den komplexen Mustern der in Indien handgeknüpften MaSo– Knüpfwerken (2019) zugrunde.

www.imachination.net

 

 

 

Catrine Val (geb. in Köln, Studium Bildende Kunst in Kassel und Köln, lebt in Kassel)

Als Konzeptkünstlerin arbeitet Catrine Val im Bereich der Fotografie, des Films und der Performance. Aus Interesse an den Konzepten von Zeit und Geschichte hat sie sich auf die Rolle der Frau innerhalb verschiedener kultureller und politischer Systeme sowie in der Geschichte der Philosophie konzentriert. In FEMINIST nimmt sie Situationen auf, die in ihrer Alltäglichkeit archetypisch zu Mythen des Alltags geworden sind. Ihre Fotos, sorgfältig wie Gemälde komponiert, tragen Vergangenheit in sich – als überlebte, zurückgelassene, abgeschiedene.

www.catrineval.com

 

 

 

Die Ausstellung wird dankenswerterweise gefördert von: