14.Dezember 2018 - 31.Januar 2019

Friederike Walter und Jochen Mura

Die Bilder der Frankfurter Malerin Friederike Walter spielen mit verschiedenen Raumperspektiven, sind Kompositionen aus geometrischen Flächen, gegenständlich, aber nicht figurativ. In ihren fein nuancierten lichten und dunklen Farbwerten tendieren sie zur reinen Malerei.

Jochen Mura aus Aachen bewegt sich zwischen und in den Genres Malerei, Skulptur, Fotografie und Architektur, um gezielt deren Aussagefähigkeit zu prüfen und Grenzen auszureizen.

Friederike Walter

Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach bei Prof. Heiner Blum. Weitere Studienaufenthalte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Jan Dibbets sowie an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Prof. Eva Schlegel.

www.friederikewalter.de

„Zwischen dem, was wir sehen und dem, was wir wahrnehmen, liegt die Essenz von Friederike Walters Kunst. Ihre Gemälde beschreiben auf reduzierte Weise Raum und Licht. In ihrer Beschaffenheit geben sie ein gleichermaßen irritierendes wie stimulierendes Rätsel auf, weil sie subtil zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion der Raumwahrnehmung changieren. Der Raumeindruck bleibt stets vage und versetzt den Betrachter in einen spannungsreichen Schwebezustand. Flächen und Konturen bilden zwischen Schärfe und Unschärfe feine Kontraste aus. Schräg gesetzte Ausschnitte und ungewöhnliche Perspektiven versetzen die Raumgefüge in Bewegung. Licht- und Schattenwürfe verleihen den Gemälden den flüchtigen Charakter einer Momentaufnahme. Sie lassen uns innehalten.“ (Nina Mößle)

Abb.: Friederike Walter, Das Himbeerreich, 2014, Öl auf Leinwand, 180 x 120 cm

 

Jochen Mura

Jahrgang 1968, lebt und arbeitet in Aachen. Seit 2000 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.

www.jochenmura.de

„Auf der Grundlage architektonischer Formen, Typen und Strukturen baut der Künstler Objekte und Installationen, für die er bevorzugt einfache Materialien wie Holz, Karton und Acrylglas zum Einsatz bringt. Daraus entstehen Wand-, Boden- und Raumarbeiten von eigener, minimalistischer Ordnung und reduzierter Farbigkeit. Dies gilt auch für seine neuesten Werkzyklen: So beruht etwa seine Serie „Minimal“ auf Grundrissen funktionaler Kleinstwohnungen, wie sie von verschiedenen Architekten 1928 für den CIAM, einen internationalen Kongress für neues Bauen, entworfen wurden. Diese Umrisszeichnungen übersetzt Jochen Mura in verglaste Gitterstrukturen, die er rückseitig mit farbigen Flächen bemalt, um sie komplex verschachtelten Wandobjekten vorzublenden. Seine „Blackouts“, eine Reihe großformatiger Vorhänge, versieht Jochen Mura mit unterschiedlichen Fassadenentwürfen und perforiert sie teilweise. Der Vorhang, der eigentlich der Dosierung von Licht sowie der Abwehr fremder Blicke an der Schwelle von privater und öffentlicher Sphäre gilt, wird somit zu einem mehrdeutigen, durchlässigen Bildmedium im Raum.“ (Stefan Rasche)

Abb.: Jochen Mura, Räume unter sich, 2015, Karton und Plexiglas, 90 x 46 x 37 cm