30.September 2022 - 24.November 2022

Inge Gutbrod und Heiko Börner

Ausstellung

Inge Gutbrod

Mit dem Wachs muss man anfangen; dann kommt die Farbe. Inge Gutbrod lotet die Eigenschaften des Wachses aus, dekliniert es künstlerisch durch, arbeitet seine Sinnlichkeiten heraus. Kombiniert es mit Farbe, ob als Beimischung oder als Farbflächen, formt es in Reihen, im Raum, in Strängen, in der Fläche, als Aufgetürmtes, auf Bahnen, in Rastern, im Gerüst. Anordnungen halt. Und sie ist interessiert an der Veränderung, dem Nicht-gleichen, der informellen Variation, dem gesteuerten Sich-ergeben. Das gilt auch dann, wenn sie nur mit Farbe arbeitet – ohne Wachs – als Druck oder als Zeichnung. Immer möchte man berühren, streicheln, spüren und heben. (Oliver Boberg)

1963 geboren in Nürnberg / 1983-1990 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg / seit 2008  Mitglied im Deutschen Künstlerbund / seit 2010 Vorstand Kunstverein Kohlenhof, Nürnberg / seit 2016 Baukunstbeirat der Stadt Fürth / seit 2016 Jury SI-Kunstpreis der Metropolregion Nürnberg / 2021 Vorstand Förderkreis der kunst galerie fürth / 2021/2022  Arbeitsstipendium VG Bild Kunst

Zahlreiche Preise und Stipendien sowie Ausstellungen im In- und Ausland

www.inge-gutbrod.de

Heiko Börner

In Börners Skulpturen entfaltet sich ein archaisches, nuancenreiches Spiel von Formen: es verwandeln sich Hölzer in faszinierende Gestalten. Seine eigenwillige phantasiereiche Formensprache reicht vom Schlichten zum Opulenten, vom überbordend Sinnlichen und Chaotischen, zum kühl Abstrakten, vollkommen Geordneten. Die Arbeiten sind Fragmente einer Fantasiewelt, die den flüchtigen Augenblick überdauern. Sie verbinden Tradition und Modere auf poetische Weise. … Er beginnt immer mit einem Holzstück, wie einem Stamm oder Klotz und erarbeitet dann aus diesem Stück die Objekte, die er generell aus geometrischen Grundformen ableitet. Die Transformation geometrischer Grundformen bildet die Basis für Börners Skulpturen, Kohlezeichnungen und Videos. Die Ideen, die er im Kopf hat, nehmen Gestalt an – als rätselhafte Skulpturenwesen voller Eigenleben. (Angela Holzhäuer)

1973 geboren in Arnstadt / 1991/92 Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar / 1993-96 Berufsfachschule für Holzbildhauerei Empfertshausen / 1997-99 Meisterschule für Holzbildhauerei München / 2000-04 Akademie der bildenden Künste Wien, Klasse Prof. Bruno Gironcoli / 2019 Lehrauftrag TU Dortmund / 2022 Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn

Zahlreiche Preise und Stipendien sowie Ausstellungen im In- und Ausland

www.heikoboerner.com

Abb.: Inge Gutbrod, take a bath in my light-soaked bodies, ortung12, Alte Mälzerei Schwabach, 2021 / Heiko Börner, Linde 21/03, 57 x 185 x 10 cm, 2021