Jahresvorschau

23.Januar 2026 - 19.März 2026

pfadfinden: Robert Matthes & Astrid Schindler

Ausstellung

Der durch die Kommunikationswelt manipulierte und in zerstörerische Abhängigkeit geratene Mensch bewegt sich träge und übersättigt durch sein modernes Schlaraffenland und wird zum Opfer seines eigenen Fortschrittes und Konsums. Diese Thematik durchzieht die Bildwelten von Robert Matthes, in denen die Abgründe moderner Zivilisation visuell opulent inszeniert werden. Auf seinen Leinwänden begegnen uns unterschiedlichste Rollenbilder, die sich zwischen möglicher Authentizität, Inszenierung und Kopie bewegen.
Astrid Schindler arbeitet im Spannungsfeld von Alltagsmaterialien und Raum. Sie setzt diese in überraschende Zusammenhänge und schafft neue Blickachsen. Durch gezielte Eingriffe und subtile Verschiebungen transformiert sie Vertrautes in Raumkonstellationen, die zwischen Installation und Intervention changieren.

Vernissage: 23. Januar 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Herrmann (Vorsitzender)
anschl. Gespräch mit Robert Matthes und Astrid Schindler

10.April 2026 - 12.Juni 2026

Angela Anzi: Aftertone

Ausstellung

Angela Anzi (CH) arbeitet im Spannungsfeld von Sound, Performance, Video und Bildhauerei. Mit ihren Installationen und Objekten, in denen sie klassische bildhauerische Aspekte der Keramik mit Alltagsmaterialien verbindet, unterwandert sie bewusst gewohnte Wahrnehmungsmuster. Angela Anzi interessieren die bildhauerischen Körper in ihrer materiellen Präsenz, aber auch als Klangkörper sowie im Hinblick auf ihre kulturelle und genderspezifische Konnotation. In diesem Sinn versteht sie ihre künstlerische Praxis als fluiden Ort kritischer Reflexion. Das konkrete bildhauerische Material wird verwoben mit Erzählungen unterschiedlicher Quellen, wobei tradierte Sinnbezüge aufgebrochen und verändert werden.

Vernissage: 10. April 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Herrmann (Vorsitzender)
Einführung; Nadine Grünewald

Performance: Angela Anzi aktiviert gegen 18:30 Uhr ihre Installation.

25.Juni 2026 - 27.August 2026

Kunst in Marburg: Werkstatt Radenhausen

Ausstellung

Als sich Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrtau­sends mehrere Künstlerinnen und Künstler des Land­kreises in einer Marburger Kneipe im Südviertel zum Plaudern und Fachsimpeln trafen, dachte noch keiner von ihnen auch nur entfernt daran, dass aus dieser bun­ten Gesellschaft eine feste Künstlergemeinschaft mit nunmehr 27-jähriger Vergangenheit entstehen würde.
Die Werkstatt Radenhausen residierte bis 2025 mit Atelierräumen, Druckwerkstatt und vielen rauschen­den Sommerfesten im alten Rittergut Radenhausen, am Fuße der Amöneburg. Dass die Gruppe dann 2006 durch die Verleihung des Ubbelohde Preises auch noch den Ritterschlag des Landkreises Marburg-Biedenkopf erhielt, passte zum Standort.
Korrespondierend zu der ebenfalls im Sommer 2026 stattfindenden Retrospektive im Kunstmuseum Mar­burg, zeigen die neun Künstlerinnen und Künstler im Kunstverein Marburg vorrangig aktuelle Arbeiten.

Vernissage: 25. Juni 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Herrmann (Vorsitzender)
Grußwort: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies
Einführung: N.N.

11.September 2026 - 12.November 2026

Viola Bittl und Hanna-Maria Hammari

Ausstellung

Viola Bittls Malerei entsteht aus einem ihr ganz eige­nen malerischen Prozess: In mehreren Schichten wird Ölfarbe aufgetragen. Es entstehen transluzide Räume, in denen abstrakte Figuren und lineare Strukturen aufeinandertreffen. Die Motive verweigern sich gegen­ständlichen oder gar narrativen Assoziationen, sie unterliegen einer ständig im Raum stehenden Frage: wie kann abstrakte Malerei von heute aussehen und wie lässt sie sich weiterentwickeln.
Die skulpturalen Kompositionen von Hanna-Maria Hammari (FI) aus Keramik, Stahl, Holz und Fundstücken erforschen materielle Fiktionen. Sie reflektieren die Fragilität des Menschen im Kontext ökologischer und sozialer Kräfte und verfolgen die instabilen Grenzen von Körper und Selbst aus einer feministischen Perspektive. Hammari inszeniert die Spannung zwischen Begehren und Unbehagen, Anerkennung und Entfremdung, wobei Transformation als Grundlage der Existenz erscheint.

Vernissage: 11. September 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Herrmann (Vorsitzender)
Einführung: N.N.

27.November 2026 - 28.Januar 2027

Franziska Reinbothe

Ausstellung

Mit anhaltender Neugier sucht Franziska Reinbothe in der Malerei nach Strategien und Möglichkeiten, um zu Bildern zu kommen. Dabei interessiert sie vor allem, inwieweit das herkömmliche Bildformat in seiner Gestalt umgeformt werden kann – und dennoch Bild, dennoch Malerei bleibt. Franziska Reinbothe staucht Leinwände zusammen, legt Keilrahmen frei oder zerbricht diese gleich ganz in Stücke. Gerade im Moment des eigentlichen Form­verlustes findet sie zur finalen Gestalt ihrer Bilder. Ein jedes bezeugt die Reichhaltigkeit ihres künstlerischen Vorgehens und lädt dazu ein, über die Mittel und die Möglichkeiten von zeitgenössischer Malerei nachzu­denken – und zu staunen.

Vernissage: 27. November 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Michael Herrmann (Vorsitzender)
Einführung: N.N.