Jahresrückblick

24.November 2017 - 4.Januar 2018

Kiel HOLEN

Ausstellung

Premiere in Marburg. 

Erstmalig erhalten Kieler Studenten und Studentinnen der Muthesius Kunsthochschule die Möglichkeit, ihre Positionen in Marburg zu zeigen.

Präsentiert werden Werke der Freien Kunst, ein breites Spektrum junger Kunst aller Gattungen und Ausdrucksformen.
An Deutschlands nördlichster künstlerisch-wissenschaftlicher Hochschule studieren fast 600 angehende Künstler, Designer und Raumstrategen. Die Entwicklung zur eigenständigen Künstlerpersönlichkeit wird intensiv gefördert. Nach einer Basislehre (Prof. BKH Gutmann) entscheiden sich Studenten und Studentinnen für die Bildhauerei (Prof.in Elisabeth Wagner), Freie Klasse Film (Prof. Stephan Sachs), Freie Kunst und Keramik (Prof.in Dr. Kerstin Abraham), Malerei (Prof.in Antje Majewski), Medienkunst/Kunst und Medien (Prof. Arnold Dreyblatt) sowie Zeichnung und Druckgrafik (Prof. Piotr Nathan).

Aufbauend auf einer über 100 jährigen Tradition hat sich die Muthesius Kunsthochschule heute zu einer Hochschule mit einem innovativen Studienangebot entwickelt. Zukunftsweisend sind ihre Kooperationen mit Exzellenzclustern und internationalen Kunsthochschulen.

Am Eröffnungsabend präsentierte ab 20:00 die Freie Filmklasse von Stefan Sachs ein ausgewähltes Filmprogramm im Capitol nebenan.

20.Januar 2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

deutsch-japanische Improvisation

Experimentelle Musik

Chie Nagai und Joshua Weitzel: Eine Japanerin, die zunächst in Japan Musik studiert hat und dann in Deutschland zur klassischen Sopranistin ausgebildet wurde, trifft auf der Bühne mit einem Deutschen zusammen. Dieser ist europäisch-klassischer Gitarrist, hat sich aber auch in japanische Musikkultur eingearbeitet und sich dabei besonders der japanischen Spießhalslaute Shamisen verschrieben. Die Konfrontation dieser zwei äußerst verschiedenen Musikkulturen, die hier auf der Bühne live erlebbar gemacht wird, ist atemberaubend. Hören Sie selbst!

12.Januar 2018 - 1.März 2018

Werner Pokorny / Skulptur und Werner Schmidt / Malerei

Ausstellung

Die Konfrontation der plastischen Arbeiten des Holzbildhauers Werner Pokorny mit den Wandbildern von Werner Schmidt atmen den frischen Geist des Experimentes. Die besonders betonte Fläche bei Schmidt gibt den plastischen Arbeiten Pokornys Raum, der nicht inszeniert ist. Jedes Werk bleibt eigenständig und führt doch im Emsemble spannende Gespräche.

Abb.: Werner Pokorny, Gefäß + Haus XII, 2004/15, Bronze, Höhe 187 cm / Werner Schmidt, o.T. (Rotes Bild), 2014, Mischtechnik/MDF/ Eiche, 133 x 163 cm

Werner Pokorny entwickelte seit den frühen 1980er Jahren die für ihn typische Formensprache, in der die Bedeutung des elementaren Zeichens durch Reduktion und Klärung im Mittelpunkt steht. Immer wieder beschäftigt er sich in seinen Arbeiten mit zeitlosen Motiven wie Haus, Gefäß, Schale, Vase und Kugel. Dabei gilt bei aller Sinnlichkeit, Symbolik und kraftvoller Ausstrahlung das Primat der autonomen Form als wichtiges Leitbild. (Johan Holten)

1949 geboren in Mosbach/Baden, 1971-76 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, 1974-76 Studium der Kunstgeschichte und der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe und der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1988 Gaststipendium in der Villa Romana, Florenz, 1989 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1989-1990 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, 1998-2013 Professur für allgemeine künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Schwerpunkt Bildhauerei, 2013 Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg.

www.werner-pokorny.de

Werner Schmidt hat sich einer klassischen Gattung der bildenden Kunst verschrieben: der Malerei, die bis zur Jahrtausendwende von einigen bereits totgesagt wurde. Sein Weg führte ihn vom figürlichen zum gegenstandlosen Bild. Gleichwohl sorgt die umfassende Beschäftigung mit Farbphänomenen nach wie vor für eine vielschichtige Wiedergabe von dem, was er als Künstler sieht. Das sind zum Beispiel Lichtbrechungen von Wolken auf dem Bodensee oder Lichter der Großstadt Berlin auf dem Asphalt. In seinen Bildern schafft er damit Farbsymphonien, die zum Hinsehen herausfordern.

1953 geboren in Oppenau im Schwarzwald, 1972-77 Studium an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim, mit Schwerpunkt Malerei und Zeichnung, u. a. bei Hans Baschang und Jürgen Brodwolf. Seit 1985 als freier Künstler zusammen mit der Malerin Gabi Streile in Oberkirch, seit 1998 auch in Berlin. 1989 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1993 6-monatiger Aufenthalt in New York, 1995 Stipendium Cité Internationale des Arts Paris, 1995-96 Lehrauftrag für Malerei an der Universität Mainz, 2000 Karl-Rössing-Reisestipendium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München, 2016 ART Karlsruhe-Preisträger des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe.

www.wernerschmidt-artist.de

 

Zur Finissage am Donnerstag, 1. März 2018, von 18 bis 20 Uhr laden wir herzlich ein.

Die Künstler sind anwesend.

 

Einladungskarte_Pokorny-Schmidt

 

 

17.März 2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Michael Protzen: Zirkel VI

Experimentelle Musik

für einen Instrumentalisten und Tonbandgeräte.

Die Sphärenharmonie, in früheren Zeiten Idee einer vollkommenen Musik, die ihr Vorbild in göttlicher Harmonie des Weltalls zu finden glaubte, wird hier in überraschender Weise neu gedeutet – die überraschend einfache und zugleich höchst komplexe Variation eines uralten Themas.

9.März 2018 - 26.April 2018

Reinhard Scherer: „dynamische Räume – energiegeladene Leere“

Reinhard Scherer baut mit Stahl im Raum und mit dem Raum, fügt Flächen zu Körpern zusammen. Die Körper folgen keiner geometrischen Ordnung, sie sind eine Balance aus Statik und Dynamik, aus „Innen“ und „Aussen“. Der Kontrast zwischen vermeintlich geschlossener Form und sich öffnendem Raum bildet eine energiegeladene Leere.

Abb.: Dynamischer Raum II, 2017, Cortenstahl, 96 x 170 x 82 cm (hinten), Raumfassung kristallin IV, Cortenstahl, 130 x 125 x 77 cm (vorn)

Reinhard Scherer, Jahrgang 1948, ist freischaffender Künstler und lebt in Alfdorf-Pfahlbronn. Er studierte Bildhauerei an der Kunstakademie in Stuttgart. 1977 erste Stahlplastiken. 1980 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1983 ein Arbeitsstipendium des Landes Baden-Württemberg in Olevano-Romano/Italien. 1993 Beginn der Werkreihe: Stahlprägungen auf Büttenpapier. Seit 2012 entwickelt Scherer komplexe Gefüge als kristalline Körper aus Cortenstahl, die gleichzeitig Fülle und Leere enthalten. Seit 1980 realisierte er zahlreiche standortbezogene Skulpturen im öffentlichen Raum.

www.reinhardscherer.de

5.Mai 2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

minimal music reloaded

Experimentelle Musik

Jens Josef, Flöten und Ulli Götte, Tasteninstrumente

Die minimal music ist etwas in die Jahre gekommen … – wer das meint, hat noch nicht erlebt, was passiert, wenn sie in die Hände zweier überaus ideenreicher und erfahrener Komponisten und Musiker aus Kassel gerät!

 

28.Februar 2018 - 21.Mai 2018

Volker Benninghoff – Malerei

Ausstellung

Diese Ausstellung im 1. OG des Erwin-Piscator-Hauses zeigt Bilder von Volker Benninghof (1921 – 2009), der zunächst Maleri und Grafik in seiner Heimatstadt Hamburg studierte, anschließend in Stockholm und schließlich an der Münchner Akademie bei Willi Geiger. Neben seinem freiberuflichen künstlerischen Schaffen war er seit Anfang der 50er Jahre an verschiedenen deutschen Theatern als Bühnbildner tätig. In dieser Zeit wurde Marburg, wo er am dortigen Schauspiel auch als Regisseur und Intendant wirkte, sein Lebensmittelpunkt.

Zahlreiche Ausstellungen machten sein grafisches und malerisches Werk, das sich schon früh der abstrakten Richtung verpflichtet zeigte, im In- und Ausland bekannt.

Zur Eröffnung am Mittwoch, 28. Februar 2018, um 18 Uhr spricht Prof. Dr. Horst Schwebel.

Einladungskarte-Benninghoff