Jahresvorschau

2.Dezember 2022 - 26.Januar 2023

Thomas Judisch. Hand in Hand

Ausstellung

Wenn der Bildhauer und Konzeptkünstler Thomas Judisch zu Gast ist… (mehr …)

8.Dezember 2022, 19:00 Uhr - 20:00 Uhr

Wulfin Lieske. Klassische Gitarre / abgesagt!

Konzert

Das Konzert muss wegen Krankheit leider verschoben werden. (mehr …)

21.Dezember 2022, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Kurzfilm-Abend mit Sticky Frames

Filmprogramm

Eine Veranstaltung am Kurzfilmtag im Capitol Filmkunsttheater Marburg (mehr …)

3.Februar 2023 - 30.März 2023

Sophia Domagala

Ausstellung

Sophia Domagala schafft mit ihrem Werk die Möglichkeit einer Position abstrakter Kunst im 21. Jahrhundert. Linien und Streifen sowie Aneignungen von Texten, Bildern und Materialien dienen der Künstlerin als Mittel, Denk- und Handlungsprozesse abzubilden und emotionale und gesellschaftliche Resonanzen zu erzeugen. Im Marburger Kunstverein werden neue, zum Teil großformatige Malereien aus ‘Lines over big moments’ und anderen Werkreihen zu sehen sein.

Sophia Domagala (*1981 Hamburg) lebt und arbeitet in Berlin. 2017 war sie auf der Longlist für den Preis der Nationalgalerie nominiert.

Zu ihren jüngeren Ausstellungen zählen Art Cologne, Mountains mit Sophia Domagala, José Montealegre und John Matthew Heard, Köln (2022); In Line With, Stallmann, Berlin (2022); Apples and Lines, Stella, Berlin (2022); Beggars, Mountains, Berlin (2021); Schwarze Streifen auf Blau, als Teil von Wie baut man Brücken über unruhiges Wasser?, kuratiert von East of Elsewhere, Rostock (2021); Weltaneignung, mit Lotta Bartoschewski, ad/ad, Hannover (2021); Piece of Pen II, Rundgaenger by Schierke Seinecke, Frankfurt am Main (2020); Assisted Survival, Mountains, Berlin (2020); Stupidity Is Not Home, mit Ali Altin, SP2, Berlin (2019); The mirror is my mother, Studio Picknick, Berlin (2019); It was all a Dream, kuratiert von Laura Helena Wurth, Haus am Lützowplatz, Berlin (2019); The surface of Shrimp – The Gesture of Soap, kuratiert von Zoë Claire Miller, Funkhaus Nalepastraße, Berlin (2017).

Zusammen mit Lotta Bartoschewski betreibt Sophia Domagala die monatliche Radiosendung Slowrise auf Keith FM.

www.sophiadomagala.de

www.mountains.gallery

Abb.: Sophia Domagala, Lines over Jeans with red, 2022, Acryl auf Jeans und Leinen, 216 × 164,5 × 5 cm, Courtesy the artist and Mountains, Berlin. Foto: BQ FOTO, Berlin

9.Juni 2023 - 3.August 2023

Eilike Schlenkhoff und Juergen Staack

Ausstellung

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11.August 2023 - 5.Oktober 2023

Lucia Dellefant. ourconomy

Ausstellung

Lucia Dellefant kreiert mit ihren Installationen raumgreifende Reflexionsorte. (mehr …)

13.Oktober 2023 - 7.Dezember 2023

Gereon Krebber. omonymo – Neue Skulpturen

Ausstellung

Endzeitstimmung im Kunstverein Marburg? Gereon Krebber zeigt neue Skulpturen, die wie düstere Vorahnungen wirken. Die großen Keramiken der Serie „Derelikt“, 2021 erinnern an Bauruinen. Das serielle Raster modernistischer Plattenbauten ist aufgebrochen, zerstört wie nach einem Bombentreffer. Unweigerlich erinnern die Skulpturen an Kriegsbilder, die uns medial mit der Ukraine-Krise eingeholt haben – auch wenn die Keramiken teils vorher entstanden sind. Ähnlich finster wirken auch die schwarz verkohlten Gestelle seiner Installation „Aus dieser Warte“, 2022. Bedrohlich instabil, ragen die abgefackelten Plattformen in die Höhe und ergänzen sich zu einem dunklen Szenario.

„Ein aktueller Bezug war nicht mal beabsichtigt“, erläutert der Künstler: „Da hat die Wirklichkeit die Kunst schockartig eingeholt. Ich wollte gar keine Abbilder!“ Darauf spielt auch de Titel der Ausstellung an, der kryptisch klingt: “omonymo“ verballhornt „homonym“, gleichlautend. „Da klingt etwas genauso, ist aber anders entstanden. Es sind plastische Analogien, die ich schaffe. Was diese wirklich aktuell, zwingend und brisant macht, das sind wir selbst – es ist der Anteil von uns als Betrachtende“: sagt der Künstler.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Krebbers plastisches Schaffen der letzten Jahre. Der Kölner Bildhauer ist bekannt für seinen breiten Einsatz von Materialien, die häufig rätselhaft verfremdet sind, oft aber aus dem Alltag stammen. Bei einem großformatigen Mobile hängen an den Enden polierte Regalbleche, die mit handelsüblichem Klebeband überzogen sind. Löcherig aufgeschmolzen und farbig besprüht, schimmert die Plastikhaut porös und alienhaft . Es ist nicht unbedingt leichte Kost, die Krebber präsentiert: Bei der keramischen Gruppe der „Smavos“ öffnen sich dunkelgrüne Linsenformen und geben ihr wurmartiges Inneres frei. Krebbers Skulpturen und Objekte sind dystopisch, als seien die Versprechen der Moderne zerrüttet. Sie bleiben jedoch humorvoll, spielerisch und zwiespältig offen.

Abb.: Gereon Krebber, Bis zu gewissem Ausmaß (To some extent), 2022, Mobile, diverse Materialien, Detailansicht